en fugit umbra!
Ein letztes Mal Filme gucken auf dem ausgeklappten Sofa - gerade verstrichen. Das Sushi und die Pizza in Herzform liegen im Kühlschrank bereit und Dr. Cohen darf morgen Nana inspizieren.
Vielleicht habe ich etwas zu viel getrunken in letzter Zeit, kann sein dass es deshalb noch schneller ging alles. alles.
Der Unabhängigkeitstag war klasse, eine einzige Party, davor, danach. Ein I-Phone und viele Hundert Schekel mussten dran glauben, dass wir schöne Abende erleben konnten. Es gibt Musik, da schwellen die Brüste an! Ich werde wieder ein bisschen normaler jetzt.
Wir haben doch tatsächlich den Schlagzeuger von Tocotronic getroffen! Ein kleines "Avant Garde" - Festival, seine 26 Besucher und die Coolness des Abends brachten uns zusammen. Daniels Geburtstag ging vorüber und schwupps auch mein letzter Arbeitstag. Mein veganer Kuchen ist nicht so doll angekommen. "In Rumänien gibts so was nicht", "Ich mag nur richtigen Kuchen. Mit Eiern und Milch". Aber mein Lied dafür umso mehr! Das war ein richtiges Lied. Und eine richtige Rede. Meine Kinder waren sehr traurig. Schon zwei Mal wollten sie mich in der Wohnung besuchen kommen, seit ich nicht mehr "da" bin. Yael lo maskima, die Oberpflegerin ist dagegen. Am Abend meines letzten Arbeitstages ging es an den Strand um nochmal eine Nacht einfach so im Sand zu verlieren. Hat gut geklappt und war schön..
Freitag war müde, Samstag verrückt. Das Dokumentations-Filmfestival in Tel Aviv war höchst interessant (Zumindest das, was ich mitbekommen habe. Ein 3/4-Film mit einigen persönlichen Traum-variationen.), der T(shirt)-Market voller toller Dinge und die Dubstep-Party lang . Ich bin froh, dass ich schlussLETZTendlich nochmal einiges erleben durfte..
Heute war Putztag. Ich habe ja sonst nichts zu tun, außer viel zu viel nachzudenken, meine Zeit hier prä-present zu vermissen und mich ein bisschen auf Deutschland zu freuen. Mir fällt es noch zu schwer momentan, als dass ich das "bisschen" einstampfen könnte.
Bis in zwei Wochen. Oder nie mehr.
Farewell, go in peace!
Dieser Satz steht an den Stränden Israels, in etwa wie unser „Bitte nehmen Sie Ihren Abfall wieder mit“. Schön, dass man hier andere Sorgen hat.
Meine Wochenenden sind immer noch zu lang. Das zeigt sich an meiner fehlenden Zeit, Internet-Tagebuch zu schreiben. Ich bin ja nie da.
Einen meiner letzten Donnerstage verbrachte ich in Tel Aviv, um feststellen zu müssen, dass die Kette, die ich vor einem halben Jahr sah, in den Tiefen des Azrieli-Centers verschollen ist. Schade. Ein Volontärsfreund hatte gerade durch Zufall ein Auto und packte mich dort ein, um mich und Daniel später zu unser beidem ersten KLEINEN, schönen, sonnenkeller-ähnlichen Songwriter-Blues-Rock-Konzert zu befördern.
Am nächsten Tag begann ein spontaner Wüsten-Trip. Mit Romans Auto, ebendiesem, Max und Liesa aus Jerusalem ging es spätnachmittags Richtung Ein Gedi, um an bekanntem Ort am Toten Meer die warme Nacht zu verbringen. Frühmorgens ging es dann durch die wunderbare Negev-Wüste, vorbei an einer Karmelfarm, Richtung anderes Ende des Landes. An der Grenze zum Gazastreifen mussten wir feststellen, dass wir dort nicht sein durften. Gefühlte 100 Soldaten und 10 Panzer näherten sich uns um uns klarzumachen: „Don’t come here again, because we also have to come then!“. Na klar, ich und Liesa dachten uns das schon. Aber wenn die Blase drückt und eine Grenzmauer nicht weit ist, muss man da als junge Männer natürlich hinfahren..
Ein wahrlich gespenstisches Erlebnis war der folgende Sderot-Besuch. Die Geisterstadt mit rund 20.000 Einwohnern wird täglich aus dem keine 3 Kilometer entfernten Gaza mit zerstörenden Quassam-Raketen beschossen. Ein Frühwarmsystem erlaubt 7-10 Sekunden, um sich in einem der rund 400 öffentlichen und 7.000 privaten Bunkern zu schützen. Das macht die Regierung, Bunker bauen. Den meisten Menschen hier fehlt das Geld, um wegzuziehen. Menschen, die im grünen Stadtpark sitzen, der nach dem ersten Todesopfer 2005 benannt ist, gibt es nicht..
Die Studentenstadt Beer Sheva, im Norden der Negev-Wüste ist nicht so spannend und am Shabbat findet man hier nichts zum Essen. Das nur am Rande. Am anderen Rande habe ich endlich meinen Zehennagel verloren, die Beduinen-Jungs mit denen wir Fußball gespielt haben, habens nicht mitgekriegt.
Über den Ashdoder Stadt-Sand-Strand ging es spätnachmittags ans Kloster Latrun, wo ich mich von einem Freund abholen ließ und sich der Jerusalemer und meine Wege trennten.
In der kurzen Arbeitswoche darauf (Montag, Dienstag, Mittwoch) führte ich viele Revue passierende Gespräche mit meinen Chevre. Die Aufforderungen bitte nicht zu gehen häufen sich. Ich habe alle fest in meinem Herz.
Donnerstagabend fuhren Clara und ich nach Tel Aviv um nochmal ein bisschen zu feiern. Ein bisschen mehr sogar, 2 Dubstep-Parties und eine Strand-Eröffnungs-Nachmittags-Party folgten noch. Der Israelische HP Baxxter heißt Nils Gunter, kommt eigentlich aus Russland und findet Clara modern. Ich bin eher Retro.
Naja, ziemlich geplättet gings heute Mittag dann noch an den Flughafen, mein Vater fand kurz vor Rückflug doch noch ein bisschen Zeit. Ben, der mit dem Abflugflieger meines Vaters ankam, konnte ich in Empfang nehmen und zu den letzten Bussen habe ich es auch noch geschafft. Um acht war der Alarm, der Alarm für die gefallenen Soldaten. Dieser Gedenktag ging vor einer Stunde los und reicht morgen Abend dem Unabhängigkeitstag die Hand. So nah beieinander liegen Dinge eben doch nur in Israel. Wir freuen uns auf die Parties!
sonnengenötigt und tschick-tschack verstrichen
Ersteres werden wir, Israel und ihr, ich vernahm von RTL und GMX. Freut euch!
Ein Wochenende - sie dauern dank Sparsamkeit mit Frei-Tagen gerade mindestens 4 Tage an - meiner nahen Vergangenheit verbrachte ich also, das erste mal couchsurfend in der Westbank, mit George in Ramallah. Es war eigentlich Berzeit, die kleine Studentenstadt nördlich von modernster arabischer Welt, wo ich nach nach einer spontanen Geburtstagsfeier in Jerusalem mein Wochenende verbrachte. Berzeit hat ganz eigenen Charme, Altstadt, Uni, 5-Shekel-DVDs beim palästinensischen Fachhändler-Nachbarn und während meiner Anwesenheit sogar einen Markt zum Tage des palästinensischen Kulturerbes.
Sie ticken einfach anders, dort, sie sind lustig, wanderfreudig und manchmal naiv. Meine frische Abneigung gegen Fleisch wurde mit einem "That's not meat, that's chicken!" kommentiert, mit Verweis auf eine Metzgerei im Zentrum Ramallahs: "No meat, just chicken.". Ich mag Araber, so fremd-vertraut wie sie mir auch sind.
Eine Fahrt von Berzeit, das ca. 60 km von Hadera entfernt liegt, zu ebendiesem Ort dauert übrigens 5,5 Stunden. Einen Shabat-Spaziergang durch Jerusalem, von Damaskustor und den arabischen Bussen zum Busbahnhof, weil die städtischen Busse erst nach 20 Uhr zu touren beginnen, inbegriffen. Erschöpft folgte ein freier Strand-Sonntag.
Pessach, das Fest des Auszugs aus Ägypten und des ungesäuerten Brotes, brachte uns Spaß beim Herrn Direktor. Dorthin waren wir Volontäre am "Erev Seder", dem ersten Feiertag eingeladen. Es war groß, lang und verwirrend, das Fest. 4 Gläser Wein während der vorgelesenen Geschichte sind Pflicht.
Nana musste sich die folgenden Tage, die wir abwechselnd morgens und abends alle in Mikbatz und Hostel verbrachten, weil die Chevre bei Familie waren, mit Lammsteaks und gefüllten Frikadellen begnügen. Katzenfutter ist leider nicht "kosher für Pessach" und deshalb eine Woche nicht käuflich erwerbbar. Die Frage, was das denn für ein Schmarn ist, konnte mir keiner beantworten..Bier gab es übrigens trotzdem mancherorts, aber nur in dunklen Plastiktüten!
Insgesamt war die Pessachwoche besinnlich oder so. Sehr angenehm. Das süße Mirale hat sich sehr gefreut, über den Kopfkrauler, mit dem ich sie überrascht habe. Ihre Augen rollten sich wie die von Dahlia, wenn sie durch einen Wrestling-Move beeindrucken will. Mirale ist übrigens die pflegebedürftigste und mit Abstand goldigste Bewohnerin von AKIM Hadera, für die, die nicht aufpassen^^.
Am Donnerstag kam der Spontanentschluss zu feiern. Die russische Lesbenparty haben wir nicht gefunden, dafür sind wir zufällig "in einer der coolsten Bars Tel Avivs" gelandet und haben bekannte deutsche Volontärsgesichter getroffen. Der Breakfast-Club hatte dann doch noch die männliche Quote zu bieten, die wir russisch und weiblich besuchen wollten. Schön wars.
Freitag wurde Magen geschont und Voldemort vernichtet. Am Samstag Abend ging es für mich, die Sonntag und Montag nicht arbeiten musste juhuu-juhuu, wieder nach Jerusalem zum Feiern, Chillen und Festival-Wasserpfeifen-Kauf. Das Oster- und Pessachwochenende hatte Jerusalem im Griff, so viel Stadt-Stau ist selbst in Israel nicht alltäglich..
Jetzt sitze ich auf unserem roten Sofa und habe ab morgen Abend wieder viel freie Zeit. Mal sehen, was ich damit anstelle. Wir werden wohl noch heftiger genötigt und die letzte Portion vieler Urlaubstage ist wie erwartert tschick-tschack verstrichen.
Mit Oren gehe ich noch Sushi essen, ich mache Zimmerschilder für die Chevre, mit Yael und Batchen wird gepicknickt, Galit wird ein schräger Rucksack gekauft und einmal wird vegan gekocht. Meine Versprechen muss ich in 6 Tage noch kommende reguläre Arbeitszeit einfügen. Oi wa woi li..
hello moto!
Was zu Ende geht ist ein neuer Anfang. So oder so ähnlich heißt dieser blöde Spruch? Er ist blöd. Ich wiederhole mich? Ja.
Die letzte Zeit ist wunderbar, ich sehe viel und begreife immer weniger. Der Nahe Osten und seine Gelehrten haben Recht behalten. Letztes Wochenende habe ich meine Gabel erweitert und gefeiert. Ofra hat uns auf einen Ausflug mitgenommen, Nazareth ist eine meiner Lieblingsstädte..
Ein penetrantes, träniges Gefühl legt sich über meine letzten schon verplanten Wochenenden. Noch einmal Westbank-Trubel, einmal Kultur-Shopping, einmal Natur-Genuß und einmal Meeres-Bräune. Ramallah, Jerusalem, Kfar Daniel und Givat Olga werden meine verlängerten Wochenendaufenthaltsorte. Jofi!
Dann kommt meine letzte Arbeitswoche und dann meine Mama. Ich schreibe Zukunft und keine Erfahrungswerte.
"And we can act like we come from out of this world
Leave the real one far behind". Ich versuchs mal noch ein bisschen :-).
Wodka, Bier und Klopapier!
Die Zutaten für einen Feierabend.. Mit Yaniv-Besuch und allen im Hause ists schön geworden.
Zu sechst waren wir am Freitag am Strand bei Cäsarea, der schönste Strand ist das wohl nicht, aber Wasser, Sand und Sonne stehen auf der Vermiss-Liste, die ich in nicht mal 2 Monaten beginnen muss..Nach Ramallah wollte ich, aber leider musste ich meinem Couchsurfer kurzfristig absagen..
Am Samstag haben Yaniv, Daniel und ich mal wieder den Nahal Alexander bewandert. Per Tramp ging es in Richtung Beit Yanai und ja, DA ist er wohl, der schönste Strand! Zwischen Muscheln liegt dort ein bisschen Sand, der Alexander-Fluss wird immer kleiner und die Sonne zeigte sich für uns nur beim Untergehen. 14 Minuten waren es wohl.
Was ich unbedingt machen muss die nächsten Wochen schwirrt noch unsortiert von rechts nach links. Vielleicht sollte ich ein paar Wörter werfen:Ramallah, Sanduhr, Akko-Timo, Modi'in, Natanya Chresi. STRAND. Da will ich liegen, mindestens 17 Stunden.
Batchen hat heute gesagt, dass sie mich dann so sehr vermisst, so wie Louise. Da fühle ich mich geehrt, denn über diese redete sie anfangs ins grenzenlose.
ich brenne!
Und da verflog das Wochenende wieder, ohne dass wir uns verabschieden konnten. Nach mitt-wöchlicher Wohnungszertrümmerung, donnerstäglicher Katerstimmung und freitag-morgendlicher fehlender Kreditkarte konnten wir den kleinen Dayhatsu um zehn Uhr beladen und betankt unser 2-tägiges Eigen nennen.
Unser erster Halt war Wadi Kelt, einem Flusstal in der Wüste von Judäa. Wir waren die einzigen Wanderfreudigen und die ortsansässigen Ziegen haben sich gefreut. Wo der kürzeste Weg zum Kloster St. George entspringt, konnten wir erst 3 Stunden später erfahren, als unsere Wüsten-berge-Äquadukt-Wanderung sich dem Ende zuneigte. Die Männer waren fleißiger, der Aufstieg zum Auto war Horror. Wenn die Sonne die Wüstenberge trifft und auf ihnen wandert, sieht es aus wie Zauber.
Das Haschisch der Beduinen war uns nichts, die Polizeikontrolle etwa 10 Kilometer später auch nicht. Elias Geburtstag und ausreichendes Hebräisch halfen aber, die Polizisten davon zu überzeugen, dass der Tabak in Daniels Plastiktütchen wirklich nur arabischer Ramsch ist. Diese Polizei.. Zwei Checkpoints später gelangten wir zum Ziel bis Samstagmorgen. Ein hübscher, musiklastiger Camping-Grill-Strand mit Pavillons und TOTEM MEER! Abends hat es dann nur noch für viel Alkohol gereicht, aber am nächsten Morgen wurde gelegen. Im Wasser. Yeah!
Schnell war klar, dass es mit langem Wandern in Ein Gedi nichts wird. Ein Gedi ist ein großer Nationalpark am Rande des toten Meers. Vielleicht "der schönste Ort Israels", das finde ich noch raus. Aber absolut sehens- und bestimmt auch bewandernswert!
Zwischen vielen Touristen und Sandstrand am mineralhaltigen Salzwasser sagte die Sonne tschüss. Wir machten uns auf den Rückweg und ja, haben mal wieder viel gesehen. Autoverleihe sind gut.
Der Rat, mit Auas nicht schwimmen zu gehen ist auch gut. Ich wollte es nicht glauben und jetzt ist die Überschrift Tatsache..
Purim sameach und andere Ähnlichkeiten
Da habe ich den Wirr-Warr von vor zwei Wochen doch schon verdaut glaube ich. Weiter bin ich nicht, aber ich hatte schöne Tage! Die zu fünft in der kleinen Wohnung-Tage waren sehr schön, ich habe mal wieder mit Elias und Johannes, meinem neuen Mitbewohner, Tiberias und den See Genezareth unsicher gemacht, war das erste Mal in Afula-City. Cäsaria, die alte Stadt und Ausgrabungsstätte gleich neben Hadera, ist doch ganz spannend und meine erste Sonnenröte hat sich wieder zurückgebildet.
Letztes Wochenende waren wir in Barta'a. Eine arabische Stadt, die durch die Grenze zur Westbank verläuft. Oder andersrum. "Was, dreißig Schekel für den Tabak? Fahr nach Barta'a, da ist Abu Ammar". Und tatsächlich haben wir nach komplizierter Tramp-Anreise Abu Ammar in seinem Geschäft besucht und billig ein halbes Kg Tabak erstanden. Das Zurückkommen war noch komplizierter und die Shabat-Tatsache warf wieder mal Abendpläne durcheinander.
Samstag liefen wir, vier Volontäre und Elias, zum Strand, trafen den besten Gitarristen Israels und freuten uns auf das Abendprogramm. Ein Purim-Straßenfest in Tel Aviv wollten wir besuchen. Die Verkleidungen waren improvisiert, der Future-Jew Elias sollte für Stimmung sorgen. Purim ähnelt sehr dem Karneval, wie wir ihn kennen. Alle trinken, alle sind verkleidet und bekloppt. Nur die Musik, die ist weltlicher! An einer Ecke lief Goa und wir blieben. Meine nächste Purim-Party wird wohl nicht mehr besser..
Der Alltag holte uns ein, nach diesen erlebnissreichen Tagen. Er bleibt wohl auch so und ich kann keine Änderung erwarten. Die Pflegerinnen und ihr Erziehungsstil gehen mir gewaltig auf den Sack, die fehlende Organisation findet keiner und Dreistigkeiten häufen sich leider. Aber die Chevre sind toll wie eh und je, Geschichten auszutauschen ist jetzt, da wir zu viert sind, nochmal schöner..
Nana liegt auf meinem Schoß und nuckelt Daumen. Auf Pinnwand-Anhäge in ganz Hadera hat sich leider keiner gemeldet. Ich bleibe dran, es wäre schade drum!
Der 12. Mai wird mein letzter Arbeitstag. Das wollte ich noch angefügt haben. =)
belegt und unversehrt.
In einem Blog sollte man verkünden, was man erlebt. Meine Erlebnisse und Gefühle haben sich überschlagen und sind bei einem Handstand stehen geblieben. Sprich, ich weiß nicht was kommt. Ich weiß, dass die nächste Woche viel Ablenkung bietet, ein neuer Volontär, Deutschland-Besuch und vielleicht ein bisschen Ben und Tine.
Ich weiß auch, dass ich viel familiären Ärger verursacht habe. Gibt es ein anderes Wort für verursachen oder auslösen, dass nicht negativ nach Problem klingt? Leider nicht.
Wenn man mit Infos gefüttert wurde, bevor man in eine neue Zeit aufbricht, heißt das dann, dass man Gefühle abschalten sollte? Können Infos Bedürfnisse befriedigen? In den meisten Fällen nicht und in allen Fällen kommt eins aufs andere. Der eigentliche Verlierer bin ich nicht. Aber ich habe andere dazu gemacht und das war vielleicht die Wahrheit, Vernunft und gut. Also habe ich keine weiteren Probleme zu lösen als die, die nur mich etwas angehen.
Ich weiß nicht, was ich heute vorhabe, irgendetwas muss sich finden lassen. Wir sind doch alle keine GZSZ-Stars, wir sind die Regisseure.
Ach, das nächste Mal wenn Oren behauptet, Araber seien komisch, dann sage ich ja. Man hat nur diplomiert und promoviert eine Chance.
Umgänglich, Musik und Atmosphäre
Hach, da freuts mich doch. Erster Teil der Überschrift bezieht sich auf unsere "Neue", die Clara. Badenserisch und freundlich. Jofi!
Gestern gings ab, haha, ab nach Tel Aviv zum Groove-Festival. Wunderbare unalltägliche Musik (Karolina, the Apples und Boom Pam sind nennenswert) und die schon erwähnte Atmosphäre. Clara und ich trafen uns mit einigen anderen Freiwilligen um die 150 Schekel angelegtes Eintrittsgeld zu das-hat-sich-wahrlich-gelohnt-Gefühlen zu verarbeiten. Hat geklappt, heute sind wir echt geplättet.
Nana war die ganze Nacht draußen, auch jetzt, wo sich der Shabat auf Hadera legt, ist sie noch unterwegs. Vielleicht kommt sie gar nicht mehr. Nein, das wäre doch gelacht!
Auch Suzanne und Bob sind wieder im Lande. Zhika wird sich gefreut haben. Das Wasserbett sagt adieu, ich weiß nicht was ich schreiben soll. Merkt mans? Nur mal wieder Guckuck sagen, das war der Plan. Er ist aufgegangen, bis bald =)..
Armageddon? Ich scheiß drauf!
Wenn alles anfängt zu leben hier, dann ist das wohl die schönste Zeit, die man miteERleben kann.
Angehaucht durch eben diesen Grün-Warm-Schön-Schwall ließen wir uns am Wochenende treiben. In Richtung Megiddo ging es mit dem schönsten Tramp, den wir erlebt haben. In einem LKW mit Schlafkoje hinter den Sitzen und einem Halt im arabischen Arara mit intimer Goa-Party, gelangten wir schnell an die Kreuzung 65/66.
Die Ausgrabungsstätte Megiddo, wo ot meat das Armageddon, die letzte Schlacht, stattfinden wird, ist sehenswert. Insgesamt 16 Städte unter verschiedensten Herrschern sind hier ver- und ausgegraben. Ein schönes Wir-spinnen-grad-ein-bisschen-Foto zeugt von unserer Freude dort: 
Mit dem Ehne-mehne-Muh-Spiel entschieden wir über den weiteren Weg. Zwei Gläubigen halbherzigen Trampern brachten wir nebenbei erfolgreiches Mitgenommenwerden bei. Um die fünf Autos später gelangten wir zur äußerst witzigen Skianlage, in der man auf weißem Plastikboden Spaß haben kann. Yeah!
Bevor es dämmerte, ging es zurück und der Shabat zeigte seine ganze Macht..
Der Samstag war geprägt von Faulheitsgefühlen, um vier schafften wir das Aufraffen und trampten los Richtung Nahal Alexander, dem schönen Fluss südlich von Hadera. Ein junger Moshavim (Das ist ein Mann, der im Moshav wohnt) nahm uns mit "zu einem schönen Ort". Dort gab es Gitarrenspiel, Sonnenuntergang und Kaffee. Kef.
Der Sonntag kam schnell, wieder einzusteigen in den Alltag nach fünf freien Tagen war komisch. Mein Tag im dirot ging schnell rum und ich kann mich nicht erinnern, was ich getan habe.
Daniel und ich spielen gerade Hunde- und Haussitter bei einem befreundeten amerikanischen Pärchen unserer Nachbarschaft. Sie müssen alle drei Monate das Land verlassen, um neu einreisen zu können, eise schtuiot!
Der Stress, der wahrscheinlich kein Stress ist, von meinem Magen aber dahingehend umgewandelt wird, nervt. Julia geht heute endgültig, morgen früh kommt Clara, mein Vater ist im Lande, am Zehnten kommt mein Bruder Ben zum Volontieren, am 13. bekomme ich deutschen Besuch, am 14. zieht der Johannes bei uns ein. Am Wochenende ist Groove-Festival in Tel Aviv, wo ich unbedingt hin möchte. Im März ist jeden Shabat Food-Festival in Neve Shalom! Die kleine Jika will 2 mal täglich raus, meine Kleidung ist noch nicht im anderen Schrank verstaut (Ich ziehe um =)..), und Ofra weiß bis jetzt nichts von: Nana, kaputtem Kühlschrank, defekter Waschmaschine, erneutem Schimmelbefall, agressivem drohenden Mann in unserer Wohnung..
So etwas aufzuzählen tut manchmal gut. Letzteres führe ich nicht weiter aus. Es war aber eine der krassesten Sachen, die ich erlebt hab..
Gerade kommt die Sonne raus, Galgalatz spielt "I won't let the sun go down on me". Lassts euch gutgehen! Eines der wichtigsten Dinge, die man tun sollte.